ICMobserver – TE-Überwachungssystem
Die vollständig parallele TE- und Spannungsmessung ermöglicht einen sofortigen Überblick über die Vorgänge innerhalb der überwachten Anlage und ermöglicht präzise Phasenvergleiche.
die digitale Signalverarbeitung des ICMobservers ermöglicht eine flexible Anpassung an die örtlichen Gegebenheiten und sorgt so für ein optimales Signal-Rausch-Verhältnis.
Über das Produkt
Der ICMobserver kombiniert die unvergleichliche unübertroffene Qualität des analogen Frontends unserer aktuellen TE-Detektoren mit den zusätzlichen Funktionen und Vorteilen, die sich aus den Entwicklungen der digitalen Signalverarbeitung der letzten 20 Jahren ergeben.
Der ICMobserver ist ein vielseitiges, hochmodernes Überwachungssystem, das vier Geräte in einer einzigen Lösung kombiniert: Ein Spektrumanalysator, ein Zeitbereichsoszilloskop, Hochspannungsmessung und ein TE-Überwachungsgerät.
Durch die digitale Signalverarbeitung bietet der Spektrumanalysator eine ungekannte Flexibilität bei der Wahl der möglichen Bandbreiten. Dadurch
werden die Möglichkeiten für den Umgang mit einem
erhöhten Grundrauschen, das bei der Überwachung vor Ort oft unvermeidlich ist, erheblich verbessert.
Das integrierte Zeitbereichsoszilloskop in Verbindung mit vollständig parallel phasenaufgelösten Teilentladungsmustern (PRPD) auf allen Kanälen erweitert die Analysemöglichkeiten erheblich, sodass sich eine detaillierte Analyse des Zustands der überwachten Anlage durchführen lässt.
Das modulare Hard- und Softwarekonzept gewährleistet die Erweiterbarkeit des Systems für zukünftige Anwendungen, z. B. die Überwachung von gelösten Gasen (DGA) sowie die Temperatur- und Lastüberwachung mit einem einzigen Datenaggregationspunkt.
FAQ / Häufig gestellte Fragen
MV- und HV-Anlagen wie Netztransformatoren, Kabelsysteme und Generatoren sind kritische Komponenten jedes Stromnetzes. Diese Anlagen sind in kompakten Räumen hohen elektrischen Belastungen ausgesetzt. So sind sie anfällig für Isolationsfehler, die zu schwerwiegenden Ausfällen, kostspieligen Schäden und längeren Ausfallzeiten führen können. Da der Übergang zu erneuerbaren Energien und die Elektrifizierung von Transport, Heizung und Kühlung die Nachfrage nach diesen Systemen erhöht, steht die Energiebranche gleichzeitig vor einem Mangel an qualifizierten Ingenieuren und steigenden Kosten und Vorlaufzeiten für neue Anlagen. Studien zeigen, dass etwa die Hälfte der MV- und HV-Ausfälle auf isolationsbezogene Probleme zurückzuführen sind, von denen viele durch die Überwachung der Teilentladung (TE) frühzeitig erkannt werden können. Der ICMobserver ist eine zuverlässige TE-Überwachungslösung, die eine frühzeitige Erkennung von Isolationsfehlern ermöglicht und eine rechtzeitige Wartungs- und Reparaturplanung ermöglicht. Dies verlängert nicht nur die Lebensdauer von Anlagen und verhindert Ausfälle, sondern hilft auch bei der Optimierung begrenzter Ressourcen, der Kostensenkung und der Verbesserung der allgemeinen Zuverlässigkeit und Effizienz des Netzes.
Der ICMobserver verbindet die 30-jährige Erfahrung von Power Diagnostix im Hardware-Design mit den Vorteilen der digitalen Verarbeitung. Diese Kombination aus einem ausgezeichneten analogen Frontend zusammen mit der Flexibilität und der Analysemöglichkeiten der digitalen Signalverarbeitung ergibt eine unerreichte Präzision und Empfindlichkeit.
Für den ICMobserver kann die etablierte breite Palette von TE-Auskoppeleinheiten, Kabeln und anderem Zubehör von Megger PD Aachen genutzt werden, um die meisten der möglichen Überwachungssituationen zu bewältigen. Darüber hinaus können in der Regel auch TE-Sensoren anderer Anbieter, die bereits auf bestehenden Anlagen installiert sind, zur einfachen Nachrüstung in den ICMobserver integriert werden.
Ja, der ICMobserver unterstützt:
- 4 analoge Eingänge zur Überwachung von Umgebungsbedingungen (z. B. Temperatur).
- 4 analoge Ausgänge für externe Alarme oder andere Überwachungssysteme.
Der ICMobserver ist vielseitig einsetzbar und kann verschiedene Hochspannungsanlagen überwachen, darunter:
- Netztransformatoren
- Rotierende Maschinen wie Motoren und Generatoren
- Kabelanschlüsse
Das System ist mit einer Vielzahl von Zubehörteilen kompatibel, darunter Durchführungsadapter, Durchführungsauskoppeleinheiten, Koppelkondensatoren, UHF-Sensoren, Vorverstärker und DAkkS-zertifizierte Impulskalibratoren. Diese können an Ihre spezifische Überwachungssituation angepasst werden.
Ja. Die modulare Struktur des Systems ermöglicht die Anpassung und Integration zusätzlicher Geräte wie DGA oder Lastüberwachung und stellt sicher, dass es sich an Ihre betrieblichen Anforderungen anpassen lässt. Darüber hinaus kann die Softwareschnittstelle verwendet werden, um mehrere Assets von einer Plattform aus zu konfigurieren und zu überwachen (Flottenüberwachung).
Der ICMobserver und das Zubehör sind wartungsfrei.
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Fehlerbehebung
Wenn Ihr ICMobserver keine Teilentladungssignale (TE-Signale) registriert, kann dies an einer falschen Sensorverbindung oder unzureichender Signalstärke liegen. Prüfen Sie, ob die Koppelkondensatoren und Sensoren korrekt installiert und ordnungsgemäß am System angeschlossen sind. Stellen Sie außerdem sicher, dass die TE-Signalamplitude den Erkennungsgrenzwert überschreitet. Informationen zu Kalibrierungsverfahren zur Optimierung der Signalerkennung finden Sie im Bedienerhandbuch.
Ein erhöhtes Grundrauschen kann die Genauigkeit der TE-Messung beeinträchtigen. Dies tritt häufig aufgrund von Umgebungsstörungen oder unsachgemäßer Erdung auf. Verwenden Sie die Rauschunterdrückungsfunktionen von ICMobserver, um unerwünschte Signale herauszufiltern. Stellen Sie außerdem sicher, dass alle Verbindungen ordnungsgemäß geerdet und die Kabel so kurz wie möglich sind, um Störeinflüsse zu minimieren.
Wenn Synchronisierungssignale fehlen, kann dies auf ein fehlerhaftes oder falsch angeschlossenes Kabel zurückzuführen sein. Überprüfen Sie die SYNC-Eingangskabel auf lose oder beschädigte Anschlüsse und stellen Sie sicher, dass sie fest gecrimpt sind. Achten Sie darauf, dass Sie die richtigen Durchführungsadapter gemäß der Installationsanleitung verwenden. Informationen zur Konfiguration der Synchronisationseingänge finden Sie im entsprechenden Handbuch.
Häufige Alarme können auf falsche Alarm-Einstellungen oder eine tatsächliche TE-Aktivität hinweisen, die einer Untersuchung bedarf. Überprüfen Sie die Schwellwerte für Qp (höchster TE-Wert) und NQS (Anzahl der Entladungsimpulse pro Sekunde) in der Konfiguration und achten Sie darauf, dass diese an die Basis- und aufgezeichneten Messwerte angepasst sind. Wenn das Problem weiterhin besteht, überprüfen Sie die Anlage erneut auf mögliche TE-Aktivitäten oder externe Störsignale.
Fehlende Daten können auf einen Fehler des Sensors, Kabels oder des Messsystems hinweisen. Überprüfen Sie die Kabelverbindungen auf Beschädigungen oder Unterbrechungen und stellen Sie sicher, dass alle Kabel intakt und fest mit den entsprechenden Eingängen verbunden sind. Wenn die Probleme weiterhin bestehen, versuchen Sie, die Diagnose über die Web-Schnittstelle des Geräts durchzuführen, oder lesen Sie im Bedienerhandbuch nach, wie Sie die Fehlerbehebung am Messsystem durchführen.
Kalibrierprobleme treten häufig auf, wenn das Gerät nicht richtig angeschlossen ist. Stellen Sie sicher, dass die Kabelverbindungen sicher befestigt sind und dass die Klemmen einen zuverlässigen Metallkontakt gewährleisten. Minimieren Sie die mögliche Streukapazitäten, indem Sie die Verbindungen so kurz wie möglich halten. Informationen zu alternativen Kalibriermethoden finden Sie im Handbuch für Nicht-Standardkonfigurationen.
Wenn auf die integrierte Weboberfläche nicht zugegriffen werden kann, können Netzwerk-Probleme im Spiel sein. Vergewissern Sie sich, dass die Ethernet- oder Mobilkommunikationsschnittstelle ordnungsgemäß konfiguriert und angeschlossen ist. Überprüfen Sie die Stromversorgung des Geräts, und versuchen Sie, über einen kompatiblen Browser auf die Schnittstelle zuzugreifen. Starten Sie das Gerät gegebenenfalls neu. Wenn das Problem weiterhin besteht, lesen Sie den Abschnitt zur Fehlerbehebung im Benutzerhandbuch, oder wenden Sie sich an den technischen Kundendienst.
Auswertung der Prüfergebnisse
Auswertung der phasenaufgelösten Teilentladungsmuster (PRPD)
Die Auswertung eines PRPD-Musters ermöglicht die Bewertung des Typs und somit den Schweregrad eines Problems. Die meisten Teilentladungsfehler (TE-Fehler), z. B. Isolierungsschäden, Fehlerstellen, Oberflächenentladungen oder Erdungsfehler, weisen verschiedene TE-Muster auf. Das einfache Nachverfolgen von TE-Signalen über Zeit und das Beobachten plötzlicher Veränderungen ermöglichen außerdem eine unkomplizierte Interpretation. Alarmschwellen können so eingestellt werden, dass sie bei plötzlichen Änderungen benachrichtigt werden.
Darüber hinaus bietet die Überwachung anderer Parameter wie z.B. Temperatur und Last zusätzliche Einblicke bei der Bewertung der gemessenen TE-Signale. Die integrierte Web-Oberfläche des ICMobservers gibt eine Übersicht aller Informationen, die über die verschiedenen Eingänge bereitgestellt werden, wie z. B. PRPDs, TE-Trend, gemessene Spannungen und weiterer angeschlossener Signale.
FAQ / Häufig gestellte Fragen
Der ICMobserver ist auf eine einfache Installation ausgelegt. Wir bieten Installationskits für den Einsatz im Innen- und Außenbereich. Das Zubehör lässt sich basierend auf Ihren spezifischen Anforderungen und Betriebsparametern konfigurieren. Die Installation wird im Bedienerhandbuch und in den Installationshandbüchern beschrieben.
Der ICMobserver unterstützt den Fernzugriff und die Analyse. Dank des integrierten Webservers können Sie sich ohne zusätzliche Software über einen PC oder ein Tablet anmelden. Wenn erforderlich, kann das System eine mobile Kommunikationsschnittstelle (Bestellnummer PX90058) mit verfügbaren VPN-Lizenzen zur sicheren Fernüberwachung und Datenaggregation ausgestattet werden.
Die Kalibrierung ist nur einmal während der Inbetriebnahme des Systems erforderlich, es sei denn, es liegen signifikante Änderungen im Prüfkreis vor (z. B. nach einer größeren Reparatur). Üblicherweise werden bei der Kalibrierung im Feld zwischen 1nC und 5 nC benutzt. Außerdem beinhaltet die Kalibrierung die Überprüfung der Installation mittels eines Impulskalibrators sowie die Messung des Störpegels. Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Kalibrierung finden Sie im Bedienerhandbuch.
Der ICMobserver gibt zwei Hauptalarme aus:
- Qp Alarm für sofortige TE-Aktivität, die vordefinierte Grenzwerte überschreitet.
- NQS-Alarm zur Überwachung der Anzahl von Teilentladungsereignissen pro Sekunde.
- Richten Sie die Alarmschwellwerte 30–50 % über den nach der Installation aufgezeichneten Basiswerten ein. Überprüfen Sie regelmäßig die Trenddaten mittels der Weboberfläche, um sicherzustellen, dass die Alarme optimal für den Zustand Ihrer Anlagen konfiguriert sind.
Ja, der ICMobserver kombiniert moderne digitale Signalverarbeitung mit effektiver Rauschunterdrückung, um auch in Umgebungen mit erhöhten Störpegeln zuverlässig zu arbeiten. Die eingebaute Spektrumanalysefunktion ermöglicht es Ihnen, weniger störanfällige Frequenzbereiche für präzise Messungen auszuwählen.
Der ICMobserver kann mit jedem Gerät verwendet werden, das über einen Webbrowser verfügt. Für eine komfortable User Experience empfehlen wir eine Bildschirmgröße von mindestens 11 Zoll.
Häufig ist die an den Prüfaufbau angelegte Hochspannung nicht mit der Netzspannung phasensynchron und besitzt unter Umständen nicht einmal dieselbe Frequenz wie die Netzspannung. In solchen Fällen ist es am besten, jeden Kanal des ICMobservers mit einem externen Signal zu synchronisieren, das normalerweise von der Auskoppeleinheit bereitgestellt wird, aber auch von einem zusätzlichen Spannungsteiler genommen werden kann. Wenn kein externes Synchronisationssignal vorhanden ist, synchronisiert sich der ICMobserver automatisch mit der Netzspannungsfrequenz seiner Stromversorgung (in der Regel 50 oder 60 Hz). Daher ist ein externes Synchronisierungssignal nicht obligatorisch, wird aber empfohlen.