Moderne Sklaverei und Menschenhandel

 

ERKLÄRUNG ZU MODERNER SKLAVEREI, MENSCHENHANDEL UND AUSBEUTUNG VON KINDERN

(Geschäftsjahr zum 30. November 2025 – der „Berichtszeitraum“)

 

Einführung

Diese Erklärung wird gemäß dem britischen Modern Slavery Act 2015, dem California Transparency in Supply Chains Act 2010, dem Australian Modern Slavery Act 2018 sowie dem kanadischen Fighting Against Forced Labour and Child Labour in Supply Chains Act erstellt.

Sie beschreibt die Maßnahmen, die die Megger Group Limited und ihre Konzerngesellschaften (die „Gruppe“) im Geschäftsjahr bis zum 30. November 2025 ergriffen haben, um Risiken moderner Sklaverei, einschließlich Zwangsarbeit und Kinderarbeit, in ihren Geschäftstätigkeiten und Lieferketten zu identifizieren und zu bekämpfen.

Die Gruppe verpflichtet sich zu einer rechtmäßigen und verantwortungsvollen Geschäftstätigkeit und erwartet von ihren Mitarbeitenden und Lieferanten die Einhaltung der geltenden Arbeits‑ und Menschenrechtsstandards. 

 

Organisationsstruktur und Geschäftstätigkeit

Die Gruppe ist ein weltweit tätiger Hersteller im Bereich elektrischer Prüf- und Messgeräte. Sie entwickelt, produziert und liefert Geräte, die für die Prüfung und Instandhaltung elektrischer Energieversorgungssysteme eingesetzt werden.

Die Gruppe ist in mehreren Rechtsräumen tätig, darunter Vereinigtes Königreich, Europa und die Vereinigten Staaten, und beschäftigt weltweit rund 2.050 Mitarbeitende.

 

Lieferketten

Die Lieferketten des Konzerns umfassen Zulieferer von Komponenten, Materialien und Dienstleistungen, die für die Fertigung und den Geschäftsbetrieb erforderlich sind. Dazu gehören elektronische Komponenten, konstruktiv gefertigte Teile sowie indirekte Güter und Dienstleistungen.

Die Lieferanten befinden sich überwiegend im Vereinigten Königreich, in Europa und Nordamerika, mit einzelnen Beschaffungsquellen in weiteren internationalen Märkten.

Die Gruppe erkennt an, dass bestimmte Branchen und geografische Regionen ein erhöhtes Risiko für moderne Sklaverei aufweisen können. Diese Risiken können sowohl Zwangsarbeit als auch Kinderarbeit umfassen, die in unterschiedlichen Kontexten auftreten und jeweils unterschiedliche Ansätze zur Identifizierung und Steuerung erfordern können.

 

Richtlinien und Governance 

Die Gruppe verfügt über einen Rahmen von Richtlinien, die für moderne Sklaverei und Menschenhandel relevant sind, darunter:

  • Verhaltenskodex für Geschäftspartner
  • Antikorruptionsrichtlinie
  • Hinweisgeberrichtlinie (Whistleblowing/Speak-Up)
  • Beschaffungs- und Lieferantenaufnahmeverfahren

Der Verhaltenskodex für Geschäftspartner legt die Erwartungen an Lieferanten fest, insbesondere dass sie:

  • geltende Gesetze und Arbeitsstandards einhalten,
  • keine Zwangsarbeit, keinen Menschenhandel und keine Kinderarbeit einsetzen und
  • angemessene Arbeitsbedingungen gewährleisten.

Von den Lieferanten wird erwartet, dass sie, soweit relevant, gleichwertige Standards in ihren eigenen Lieferketten anwenden.

 

Risikobewertung und Sorgfaltspflicht

Die Gruppe verfolgt einen risikobasierten Ansatz zur Steuerung von Risiken im Zusammenhang mit moderner Sklaverei, einschließlich der Risiken von Zwangsarbeit und Kinderarbeit, soweit relevant.

Dies kann Folgendes umfassen:

  • Lieferantenprüfung während der Aufnahme;
  • vertragliche Bestimmungen, die die Einhaltung geltender Gesetze verlangen,
  • regelmäßige Überprüfung bestehender Lieferantenbeziehungen und
  • Berücksichtigung geografischer und branchenspezifischer Risikofaktoren. 

Werden erhöhte Risikofaktoren identifiziert, können zusätzliche Informationen von Lieferanten angefordert oder weitergehende Prüfungen durchgeführt werden.

 

Im Berichtszeitraum ergriffene Maßnahmen

Im Berichtszeitraum hat die Gruppe:

  • neue Lieferanten im Rahmen des Aufnahmeprozesses geprüft,
  • periodische Überprüfungen ausgewählter Lieferanten auf Grundlage identifizierter Risikofaktoren vorgenommen,
  • vertragliche Bestimmungen zu Arbeitsstandards aufgenommen, einschließlich Anforderungen im Zusammenhang mit Zwangsarbeit und Kinderarbeit,
  • interne Meldesysteme zur Meldung von Bedenken aufrechterhalten und
  • Schulungen oder Leitfäden für relevante Mitarbeitende bereitgestellt, die in Beschaffungs‑ und Lieferkettenprozesse eingebunden sind. 

Im Rahmen der Sorgfaltsprüfungen wurden im Berichtszeitraum keine bestätigten Fälle von Zwangsarbeit oder Kinderarbeit festgestellt.

 

Rechenschaftspflicht und Berichterstattung

Die Gruppe bietet Mitarbeitenden und Dritten verschiedene Möglichkeiten, Bedenken zu melden, darunter Meldungen an Vorgesetzte sowie die Nutzung vertraulicher Hinweisgebersysteme.

Eingehende Meldungen werden geprüft und, sofern angemessen, gemäß den internen Verfahren untersucht. Werden Probleme festgestellt, können entsprechende Maßnahmen ergriffen werden.

 

Abhilfemaßnahmen

Wenn Sachverhalte im Zusammenhang mit Zwangsarbeit oder Kinderarbeit festgestellt werden, kann die Gruppe mit den betreffenden Lieferanten in Dialog treten, um die Umstände zu verstehen und die angemessenen nächsten Schritte zu bestimmen. Dies kann die Anforderung von Korrekturmaßnahmen oder, falls erforderlich, die Neubewertung der Geschäftsbeziehung beinhalten.

 

Schulung und Sensibilisierung

Die Gruppe bietet relevanten Mitarbeitenden Schulungen und Leitlinien an, um das Bewusstsein für Risiken moderner Sklaverei zu stärken. Dies umfasst Anzeichen von Zwangsarbeit und Kinderarbeit sowie Verfahren zur Meldung möglicher Bedenken.

 

Wirksamkeit

Die Gruppe überwacht die Umsetzung seines Ansatzes durch interne Prüfprozesse, die unter anderem Folgendes umfassen können:

  • Nachverfolgung der Sorgfaltspflichtprüfungen bei Lieferanten,
  • Überwachung gemeldeter Vorfälle und
  • Überprüfung und Aktualisierung von Richtlinien und Prozessen. 

Die Gruppe beabsichtigt, ihren Ansatz kontinuierlich weiterzuentwickeln.
 

Offenlegung gemäß California Transparency in Supply Chains Act

Gemäß dem California Transparency in Supply Chains Act legt die Gruppe Folgendes offen:

  • Überprüfung: Die Gruppe führt Lieferantenprüfungen im Rahmen von Aufnahme- und regelmäßigen Überprüfungsprozessen durch.
  • Audits: Die Gruppe kann Lieferanten gegebenenfalls auf der Grundlage des Risikos bewerten.
  • Zertifizierung: Lieferanten sind im Rahmen vertraglicher Verpflichtungen dazu angehalten, die geltenden Arbeitsgesetze und ‑standards einzuhalten, einschließlich der Vorschriften zu Zwangsarbeit und Kinderarbeit.
  • Interne Rechenschaftspflicht: Die Gruppe unterhält interne Richtlinien und Verfahren, die die Einhaltung von Compliance‑Anforderungen sicherstellen.
  • Schulung: Relevante Mitarbeitende können eine Schulung zu Risiken moderner Sklaverei erhalten. 

 

Konsultation und Genehmigung

Die Erstellung dieser Erklärung erfolgte in Abstimmung mit relevanten Einheiten innerhalb der Gruppe. Dazu gehörte die Einbindung regionaler und funktionaler Verantwortlicher aus den Bereichen Beschaffung, Lieferkettenmanagement, Recht und Normkonformität, um sicherzustellen, dass die Erklärung die Aktivitäten und Risiken der gesamten Gruppe angemessen widerspiegelt. 

Diese Erklärung wurde vom Verwaltungsrat der Megger Group Limited genehmigt und in seinem Namen unterzeichnet.

Unterzeichner:
Dr. Andrew Dodds, Chief Strategy, Marketing & Technology Officer
Geschäftsjahr zum 30. November 2025
 

Richtlinie – Geschäftsjahr 2024

 

Der Moderne Slavery Act 2015 schreibt vor, dass die Megger-Gruppe eine Erklärung zur Sklaverei und zum Menschenhandel vorlegt, um die Einhaltung des Gesetzes zu demonstrieren und sicherzustellen. 

Die Megger-Gruppe ist bestrebt, alle Aspekte ihrer Lieferkette in ethischer, ökologischer, sozialer und sicherer Weise und unter Einhaltung von geschäftlichen Best Practices umzusetzen.  Megger verlangt daher von allen Anbietern, die das Unternehmen beliefern, die gleichen hohen Standards zu erfüllen, und weist darauf hin, dass die Anbieter die für das Herkunftsland geltenden Regeln, Gesetze und Vorschriften einhalten müssen. Der von der Megger-Gruppe anwendete und eingehaltene Verhaltenskodex für die Lieferkette wurde entwickelt, um die Erwartungen aller Anbieter zu erläutern.  Dies ist unser Mindestmaß an Anforderungen für die Praxis, die eine angemessene Sorgfalt bei der Einhaltung des Modern Slavery Act 2015 durch die Implementierung effektiver Systeme und Kontrollen zur Verhinderung und Aufdeckung moderner Sklaverei beinhalten.  Alle Anbieter müssen ihre Compliance-Verfahren auf Anfrage und bei Lieferantenaudits, die regelmäßig in Ländern mit hohem Risiko durchgeführt werden, nachweisen können. 

Megger überprüft seine Lieferketten und den Betrieb kontinuierlich von Zeit zu Zeit, um die Einhaltung der Richtlinie zu überprüfen und sicherzustellen, dass die Richtlinie effektiv umgesetzt wird. 

Megger verpflichtet sich zu einer kontinuierlichen Verbesserung und bietet Schulungen zu moderner Sklaverei für Mitarbeitende in Schlüsselpositionen an. Schulungsmaßnahmen sind ein wichtiger Leistungsindikator für den Konzern und werden vom Vorstand im Rahmen des Risikomanagementprogramms überprüft. 

Diese Richtlinie wird vom Vorstand der Megger-Gruppe herausgegeben und überwacht. Ohne schriftliche Genehmigung des Vorstands dürfen keine Abweichungen davon gemacht werden. 

Dr. Andrew Dodds 

August 2024